Ein Gedanke zu „Was wir lieben quälen wir nicht.“

  1. .. Grunze und gluckse, kleine Kröte,
    drunten in deinem schlammigen Heim.
    Denkst du je über uns Menschen nach?
    Bereiten wir dir Ärger und Kummer
    mit unseren Kriegen, Verschwendung und Gier,
    unserem Wettlauf zum Tode mit eiligem Schritt?
    Wundert dich unser Geschick,
    die wir Liebe predigen und Haß üben,
    mißtrauen und fürchten jene, die anders sind,
    auch wenn sie neben uns leben oder übers Meer?
    Lachst du und lachst über unser Reden
    vom Frieden, mit einem Stein in der Faust,
    bereit zum Schlag auf den Kopf des Nächsten,
    weil er gelb ist, schwarz oder rot?
    Und über Jene, die „Rüstet ab!!“ rufen:
    „Denn unsere Feinde tun uns nichts.
    Wenn sie uns unbewaffnet sehen und wehrlos,
    dann bleiben sie gerne auf ihrer Seite.“
    Oder über jene, die sagen „Greift an und kämpft!
    Wir werden ihnen zeigen: Macht ist auch Recht.
    Wen interessiert die nukleare Verstrahlung?
    Wichtig allein, daß wir die Stärksten sind.“

    Ach, die Menschen sagen dies und das,
    manche wechseln die Seite, andere stehen fest.
    Etliche sind nur aufs Zehen﷓Treten aus,
    doch nur wenige sehen über ihre Nasenspitze hinaus.
    Sie lärmen und wüten mit feuriger Rede
    und predigen, predigen, predigen, predigen.
    Was erreichen denn tausend Worte?
    Und wo sind die Spuren fliegender Vögel?

    Worte bringen keine Ernte oder kleiden die Armen,
    noch finden sie der Krankheit Kur.
    Sie können Kinder nicht nähren oder Kranke heilen,
    einen Damm bauen oder die Hacke schwingen.
    Ohh ja, sie haben ihren Platz, das gebe ich zu.
    Aber ein Wort kann nie eine Tat ersetzen.

    Ja, es ist das Tun, was zählt, nicht das Sagen,
    wir müssen handeln und tun und den Weg gehen
    durch TATEN, wenn wir überhaupt leben wollen
    in einer Welt ohne Haß, ohne Rache oder eine Mauer.
    Glauben wir wirklich an die Rechte des Menschen,
    seier schwarz oder weiß, gelb oder braun?
    Meinen wir wirklich, ohne Krieg leben zu können,
    in Vertrauen und Frieden für alle Zeit?
    Daß kein Hunger, Krankheit oder Angst zu sein brauchen,
    daß Todfür so viele nicht nahe mehr ist?
    Wenn wir das glauben, so laßt uns HANDELN und
    die gute alte Erde zu einem Ort machen,
    an dem echte Freude jede Geburt begleiten wird.

    Und wenn nicht? Wenn wir nur sitzen und warten,
    bis die Bomben fallen und wir wissen: Es ist zu spät?
    Das frage ich mich selbst, kleine Kröte.
    Wenn wir unsere schreckliche Superbombe abwerfen,
    wirst du dann auch sitzen, gelassen, geduldig und still?
    Oder wirst du nur lächeln und denken daran,
    daß die Erde nicht mehr gequält wird vom Menschen?
    Wenn wir stattdessen die Erde als unsere Mutter anerkennen,
    und alle ihre Geschöpfe als Schwestern und Brüder,
    das Land und die See und den Himmel als Freunde,
    uns selbst als Gärtner, dem Pflegen gewidmet,
    dann vielleicht, wenn Liebe das TUN bestimmt,
    könnten wir es am Ende vollbringen,
    kleine Kröte.

    (Serge Kahili King)

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